Wartezimmer


grafzwack | ein Gemeinschaftsprojekt von Maria Graf und Karin Zwack

Fotografie, Zeichnung

26. Oktober - 17. November 2018
Eröffnung Freitag 26. Oktober 18 Uhr

Finissage Samstag 17. November 15-18 Uhr

geöffnet 27. und 28.10. 15 - 18 Uhr 
und nach Vereinbarung
von außen jederzeit einsehbar

in der Zwischennutzung window 

St.-Bonifatius-Str. 1
81541 München-Giesing




 







Die Zeichnungen von grafzwack entstehen als Gemeinschaftsarbeiten nach einem PingPong-System: Im Austausch führen Maria Graf und Karin Zwack die Ansätze der jeweils anderen fort, erweitern, reduzieren oder kontrastieren gegebene Formen. Die Fotografien sind Einzelarbeiten. Zeichnungen und Fotografien werden in der Hängung in Beziehung zueinander gebracht. Die Arbeiten handeln von der Welt als Transitzone, zwischen urbanen und ruralen Räumen, Natur und Gesellschaft, dem sich Anfreunden mit einem Ort und dem Fremd sein, dem Flüchtigen und dem Bleibenden.

In der aktuellen Ausstellung Wartezimmer verweisen viele Arbeiten auf Orte oder Momente des Wartens. Die Fotografien zeigen globale „Unorte“, ehemalige Wohn-, Freizeit- und Produktionsräume und eben auch tatsächliche Wartezimmer und Wartesituationen.
Viele Schauplätze befinden sich in einem Zwischenzustand, von einer Phase auf die nächste, von einem Ereignis zum nächsten.

In unserer Gegenwart ist es häufig das Ziel, das Warten als unproduktive Zeit abzuschaffen, um die Effizienz zu steigern, sich selbst und seine Arbeitsabläufe zu optimieren.
Den Künstlerinnen geht es hingegen darum, das Warten anders zu betrachten. Als Zeit für Kontemplation, als zusätzliche, gewonnene Zeit - nicht eingetaktet in die Verwertungslogik. In ihren Motiven suchen die Künstlerinnen gerade danach, im Unfertigen zu verweilen, im "Dazwischen" eine neue Ebene und neue Geschichten zu entdecken.

Das Haus in der St.-Bonifatius-Straße 1 befindet sich seit langem im Wartestadium.  
Mit der kulturellen Zwischennutzung möchten grafzwack ausloten, was sich dort jenseits ökonomischer Optimierungsstrategien für die Stadt eröffnen lässt.